„Auf dem Weg zu Bach“
Die Reihe der Freitagskonzerte an der Gottorfer Orgel hat längst einen festen Besucherstamm erreicht und wird 2012 fortgesetzt. Am 24. Februar ist der ausgewiesene Bach-Kenner Kai Krakenberg aus Husum zu Gast. Wie immer beginnt das Konzert um 16 Uhr, der Eintritt ist frei - es wird um eine Spende gebeten.
IUm Rahmen der Kleinen Gottorfer Orgelmusik ist am Nachmittag des 24. Februars der Husumer Organist Kaiu Krakenberg auf Schloss Gottorf zu Gast. "Auf dem Weg zu Bach“ ist der Titel seines Konzerts in der Hofkapelle von Schloss Gottorf um 16.00 Uhr. Krakenberg ist ein ausgewiesener Kenner Alter Musik. Sein „Weg zu Bach“ beginnt im Mittelalter und gibt einen Überblick über die Entwicklung der Orgelmusik von ihren frühesten notierten Quellen im ausgehenden 13. Jh. bis zum Spätwerk Bachs.
Am Beginn des Programms steht der sog. Robertsbridge Codex aus der gleichnamigen Abtei in Südengland; er ist die älteste Quelle notierter Orgelmusik. Den Schluss bildet „Contrapunktus 1“ aus der Kunst der Fuge von Johann Sebastian Bach. Eine weitere Besonderheit: alle ausgewählten Stücke sind weltlich.
Kai Krakenberg studierte Kirchenmusik in Essen bei Prof. Gisbert Schneider und Prof. Gerd Zacher. Nach Stationen in Westfalen und Hamburg ist er seit April 2005 ist Kantor und Organist an St. Marien in Husum und Kreiskantor des Kirchenkreises Nordfriesland (Mitte).
Ein Herzstück der Gottorfer Schlosskapelle ist die Orgel, deren reich geschnitztes Gehäuse auf das Jahr 1567 datiert ist. Geschaffen hat es der Husumer Bildschnitzer Johann von Groningen. Die Schloßkapelle selbst ist einer der prächtigsten und am besten erhaltenen Räume des Schlosses. Die reiche Ausstattung aus der Spätrenaissance spiegelt noch heute den Glanz der einstigen herzoglichen Residenz, an der auch die Musik eine große Rolle spielte. Um dieses Kleinod einem großen Kreis von Musik- und Kunstliebhabern zugänglich zu machen, laden wir zu unserer „Kleinen Gottorfer Orgelmusik“ ein. Renommierte Organisten aus dem ganzen Land und Hamburg geben jeden letzen Freitag im Monat um 16 Uhr ein moderiertes Konzert.
Vorschau: das weitere Programm 2012
Fr., 30. März
Christian Skobowsky Ratzeburg;
»Hertzlich lieb hab ich dich, o Herr« Musik von Scheidemann, Hassler, Frescobaldi und Froberger
Fr., 27. April
Krzysztof Urbaniak Lódz;
Jan Pieterszoon Sweelinck und seine Schüler
Fr., 25. Mai
Martin Erhardt Halle;
Musik der deutschen Renaissance; Buchner – Kleber – Schlick sowie eigene
Improvisationen
Fr., 29. Juni
Simon Nádasi Dietikon / München
Musikalische Reise von England nach Frankreich. Orgelmusik von William Byrd bis César Franck
Fr., 27. Juli
Luca Benedicti Alba / Italien
Orgelmusik aus Italien – Frescobaldi, Pasquini, Gabrieli, Zipoli und Martini
Fr., 31. August
Ann-Kirstine Christiansen Møgeltønder / Dänemark
Konzert im Rahmen des Orgel-Festivals Sønderjylland – Schleswig.
Orgelmusik des Barock: Kerll – Buxtehude – Couperin
Fr., 28. September
Volker Linhardt Rendsburg
Orgelmusik des Barock und der Moderne – crossover
Fr., 26. Oktober
Rainer Selle Schleswig
Geistliche Musik für Orgel und Chor von Heinrich Schütz bis Arvo Pärt
Fr., 30. November
Christoph Schmidt Schleswig
Bordun – traditionelle Musik aus Korsika und Skandinavien
Fr., 28. Dezember
Pieter van Dijk Orgel Alkmaar / Niederlande
Jahresabschlusskonzert mit Elina Keijzer, Blockflöte
Musik von Sweelinck, Van Noordt, Van Eyck, Scheidemann und Weckmann

