Mit Speer und Speerschleuder
Die Jagdwaffen der Jäger der sogenannten Hamburger Kultur waren Speer und Speerschleuder. Die Jäger der sogenannten Ahrensburger Kultur nutzten schon Pfeil und Bogen, die nach heutiger Kenntnis vor rund 11.000 Jahren entwickelt worden sind. Offenbar änderte sich mit den neuen Waffen auch die Jagdtechnik. Die Rentierjäger der Hamburger Kultur hatten sich an die ziehenden Herden herangepirscht und einzelne Tiere mit Speeren erlegt.
Die Jäger der jüngeren Ahrensburger Kultur machten hingegen bei Treibjagden umfangreiche Beute. Mit der allmählichen Erwärmung breitete sich Wald aus und prägte schließlich vor etwa 9.000 Jahren die Landschaft. In der Mittelsteinzeit lebten die Menschen im Rhythmus der Jahreszeiten von der Jagd, vom Fischfang und von Sammelnahrung.
Sie lagerten bevorzugt in Gewässernähe oder auf Inseln im See und mieden den dichten Urwald. An den Ufern eines heute verlandeten Sees bei Duvensee entdeckten Archäologen Lagerplätze mittelsteinzeitlicher Jäger und Sammler. Menschen hatten dort Birken und Kiefern geschält, um Rindenmatten herzustellen, Haselnüsse gesammelt und geröstet, Werkzeuge angefertigt und ihre mitgebrachte Beute verzehrt. Pfeil und Bogen und Harpunen waren die wichtigsten Jagdwaffen. Fische wurden außer mit Netzen und Reusen auch mit Fischstechern und Angelhaken erbeutet.


