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Nydam-Gilde erobert den Nord-Ostsee Kanal

— abgelaufen
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Dank des Logistik-Unternehmens DBSchenker aus Frankfurt präsentiert der E.on Hanse Cup 2014 an diesem Wochenende den spektakulären Nachbau des Nydamboots am Rendsburger Kreishafen. Mit dem Start des großen Achterrennens auf dem Nord-Ostsee Kanal schlägt dann auch die große Stunde der 30köpfigen Nydam-Gilde. Unter der Rendsburger Hochbrücke markieren die Dänen an Bord ihres 23 Meter langen Eichenbootes den Zieleinlauf.

Zwei Tage lang war die Tveir der Blickfang beim E.onHanseCup an Land. Seit Sonntagmorgen 10.15 Uhr zieht der 23 Meter lange Nydamnachbau die Blicke vom Wasser aus auf sich. Dank der großartigen Unterstützung des Rendsburger Kreishafens und der DBSchenker und ihrem Fahrer Matthias Rieger wurde das fast vier Tonnen schwere Eichenboot erfolgreich vom Trailer ins Wasser gehievt.

Um 13 Uhr geht ein Fernsehteam der ARD an Bord, um von dem Nydamnachbau eine Anmoderation für die ARD-Sportschau zu drehen. Und gegen 15.45 Uhr werden die 30 dänischen Ruderer der Nydamgilde dann die Ziellinie beim großen Achterrennen markieren.
Seit 2005 hat die Nydam-Gesellschaft unter dem Vorsitz von Vincent Jessen daran gearbeitet, eine exakte Kopie des Eichenholzschiffes zu erschaffen, das um das Jahr 320 nach Christi Geburt entstanden und später im Moor von Nydam (45 Kilometer nördlich von Flensburg) mit Tausenden von Waffen geopfert worden ist. An jedem Dienstag und Donnerstag haben um die 30 Freiwillige gehämmert und gehauen und nach und nach vom Kiel bis zur obersten Decksplanke ein Eichenholzboot gebaut. Geschehen ist dies in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern des Wikingerschiffsmuseums in Roskilde und mit Unterstützung des Archäologischen Landesmuseums auf Schloss Gottorf in Schleswig. Denn dort ist das Original seit mehr als 60 Jahren ausgestellt – in einer zentralen Ausstellung in der Nydamhalle.
Das Nydamboot war im August 1863 von dem dänischen Lehrer Conrad Engelhardt gefunden und in nur wenigen Wochen ausgegraben worden. Zum Glück für die freiwilligen Bootsbauer in Sottrupskov war Engelhard sehr genau in der Dokumentation der Ausgrabung und aller Funde. Eine der größten Anstrengungen war die Jagd auf den passenden Rohstoff. Denn wo findet man einen Eichenstamm, der mindestens 15 Meter lang, gleichmäßig gewachsen, keine Kerben aufweist und so dick ist, dass er in behauener Form 63 Zentimeter in die Breite geht? Die Nydam-Gesellschaft machte sich in ganz Dänemark auf die Suche. Aber weder die staatlichen Wälder noch private Forsteigentümer kannten Eichen von diesem Kaliber. Und dennoch. Es zeigte sich, dass fast auf dem Hinterhof der Bootsbauerwerkstatt in dem Örtchen Sottrupskov  eine prächtige Eiche stand, die der Eigentümer bereit war zu verkaufen, als er von dem Projekt hörte. Das wiederholte sich, als die Nydam-Gilde sich später krumme Bäume für die Spanten beschaffen musste. Nach mehr als zweijähriger erfolgloser Suche wurde ein privater Berater in der Nähe von Gravenstein fündig. Der Nachbau konnte beginnen.

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