Im
3. und 4. Jahrhundert n. Chr. kam es im westlichen Ostseegebiet
zu erbitterten Kämpfen. Waffen und Ausrüstung der
Unterlegenen wurden von den Siegern in heiligen Seen und
Mooren geopfert - als Dank an eine hilfreiche Gottheit.
Zwei dieser Opferstätten genießen heute Weltruf:
die Moore von Nydam im südlichen Dänemark und von
Thorsberg in der Landschaft Angeln. Sie wurden um die Mitte
des 19. Jahrhunderts vom dänischen Archäologen
Conrad Engelhardt ausgegraben.
Seitdem
haben sie nicht nur die prähistorische Fachforschung entscheidend geprägt,
sondern auch die Geschichtsphilosophie beeinflußt.
Darüber hinaus spielte das einzigartige Fundmaterial
eine bedeutende Rolle in der neueren deutsch-dänischen
Geschichte.