Die frühesten Zeugnisse menschlichen Lebens in Schleswig-Holstein
stammen vom Neandertaler und sind etwa 120 000
Jahre alt:
Faustkeile, Schaber und deren Herstellungsabfälle wie
Abschläge und Kernsteine aus Feuerstein.
Nach dem Abschmelzen der Gletscher der letzten Eiszeit vor
etwa 13 000 Jahren wanderten in die Tundrenlandschaft große
Herden von Rentieren und Wildpferden ein.
Ihnen folgten Gruppen von hochspezialisierten Rentierjägern.
Mit der allmählichen Erwärmung breitete sich Wald
aus und prägte schließlich vor etwa 9000 Jahren
die Landschaft. In der Mittelsteinzeit lebten die Menschen
im Rhythmus der Jahreszeiten von der Jagd, vom Fischfang
und von Sammelnahrung. Sie lagerten bevorzugt in Gewässernähe
oder auf Inseln im See und mieden den dichten Urwald.